Sommer – Herbst

Dieses Gedicht
liebe ich so und möchte damit an Sarah Kirsch erinnern. Sie lebte lange noch an der Eider in Tielenhemme. Erich Maletzkehat in der SHZ einen wunderbaren Text zu ihr verfasst.
Im Sommer

Sarah Kirsch

Dünnbesiedelt das Land.
Trotz riesigen Feldern und Maschinen
Liegen die Dörfer schläfrig
In Buchsbaumgärten; die Katzen
Trifft selten ein Steinwurf.Im August fallen Sterne.
Im September bläst man die Jagd an.
Noch fliegt die Graugans, spaziert der Storch
Durch unvergiftete Wiesen. Ach, die Wolken
Wie Berge fliegen sie über die Wälder.

Wenn man hier keine Zeitung hält
Ist die Welt in Ordnung.
In Pflaumenmuskesseln
Spiegelt sich schön das eigne Gesicht und
Feuerrot leuchten die Felder.

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Sommerliche Muße

20170829_090005.jpgHerrlich Wärme den ganzen Tag Sonne, man braucht keinen Pullover. Aber ich denke schon an spätere kühle Tage.  So wächst die Babyweste langsam, ich stricke sie bewusst mit feinen Nadeln, für ein zukünftiges Winterkind. Aber alles ohne Tempo. Gestern war Kirchenexkursion nebst viel Info dazu. Wir machten Rundkurs dabei kreuzten wir die Wollenweberstraße. Passt!

Erinnert mich daran  wiebke du sollst noch fransen drehen bei Kinderwolldecke!

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Aber erst einmal ein schöner Rundgang gestern. Ein besonderes kirchencafe, die alte astronom. Uhr in St. Marien immer gönne ich mir in einer kirchenbank still zu sitzen und nach und nach die hohen Decken zu schauen.

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Aber heute heißt  es . Lesen dösen  und sich wohl fühlen runter ans Meer gehen .

 

 

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spätsommer

es war wieder die gelegenheit..konnte das Schwimmen bei hoher flut abpassen, warm und kalt das wasser..eben eine echte kneippkur  , dazu wieder so besonderes Licht.

Der Tag war so vielfältig.. dazu mein Pendeln von ort zu ort..

dazu war ich heute früh hergefahren, und  ich nahm an einer sehr berührenden trauerfeier teil..aus dem freundeskreis. Nun spürte ich , wie gut dass ich nun meinen Weg  immer gegangen bin zum Friedhof , nun konnten wir Nachbarn und Freunde unsere Anteilnahme zeigen.

Gestern abend dagegen eine völlig andere mystische Erfahrung..die wunderbaren Alleen in Mecklenburg..gewunden  dunkel im abendlicht..ein richtiges Dach..kilometerweit  ging es hügelauf und ab…keine Menschen  Weite!! aber anders als bei uns in Nordfriesland..  dann riesige Felder   wenig erst geerntet,  nur selten ein Mähdrescher   ..

dann   der Ort zum spinntreff :  viele alte Häuser,   sehr verwunschen  ich durfte Gast in einem alten Pfarrhaus sein..  und dort aber wieder junge Menschen, Kinder  und  weltoffen wie ich es liebe.und wir hatten viel auszutauschen..  .und eine gemeinsame sprache unsere spinnräder  unsere Fasern…   danke für die schönen Stunden. Ich durfte ein spinnrad von H.  Malottke anschauen, aus seiner ersten Zeit als spinnradbauer  doppelfädig, auch robust..gefiel mir,   ein gutes Arbeitsrad.

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und ein heller abend nun hier  es leuchtet so hell..  ich bin dankbar für diese schöne Zeit.

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Sommers und Winters

passen schlichte weiße Strickstücke. Genauso dinde ich Babys weiss immer passend. Ich habe nach dem Zwirnen miz 2 Schraubzwingen umgekehrt am Tisch angeschraubt, Strang gefertigt, gerechnet- gemessen -gewogen

Lauflänge  271m  auf 100g

80g sind es aber nur, dann mit geschirrspülmittel heiß gespült, klar ebenso, draußen den Strang aus dem Handgelenk geschleudert.  Heute Mittag konnte ich das Knäuel wickeln.

Dieses Garn ist bewußt stark gezwirnt, so ist die Weste robuster. Nun stricke ich angelehnt nach einer Anleitung  von Drops, nur ich stricke lieber Raglan von unten. 98 Maschen nach dem Bündchen, angeschlagen habe   ich 88 Maschen. Da half mir eine Maschenprobe. Und später hilft mir ein Papierschnitt.20170824_164206.jpg

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Sommerferien

 

Eine Tasche genäht,  Merino hochfein,

Reisespinnrad Victoria von louet,

Korb

2 holzstäbe mit gummiband am ende:

Fertig ist mein spinnen und zwirnen unterwegs eingepackt. Stricknadel habe ich dabei, es soll babyweste für neugeborenes werden  freue mich auf nächstes enkelkind im werden. 20170823_155603.jpg20170823_155618.jpg

 

 

 

 

 

 

ein besonderer tag

ist es für mich,  dass sich heute hermanns todestag jährt-  ein Jahr ist nun vergangen.

Ich war dankbar für liebe Anrufe deswegen, auch wenn ich bewusst nicht einen Erinnerungstag daraus gemacht habe für die ganze Familie.. jede hat eigene Weise es zu erinnern, dabei bleibt er  ein Teil meines Lebens.. und ich fühle mich weiterhin dem Leben, das ich mit ihm geführt habe, verbunden..

Ein jahr Trauer :  war für mich ein sehr aufwühlender  lebendiger Prozess, der mich auch sehr gefordert hat. und die Trauer hat nun einen leichten Lauf  . Wenn man es mit einem Bachlauf vergleicht..das erste halbe  Jahr war wie ein Gebirgsbach  voller Tücken..Stromschnellen  , Rutschgefahr..   nun plätschert er ruhiger im flachen Tal..aber ich weiß .es kann von einem zum nächsten Moment nach Starkregen völlig anders sein..  Damit muss ich rechnen.   und doch nun ist es rundum nun meine Aue, die mich nährt , stärkt geworden.. und kann am Wasser meinen Durst löschen.  Ich liebe den spruch der Bibel so sehr. Und sorge auch dafür dankbar zu sein. Nun bin ich  gesichert..habe vorsorge treffen können wenn mich schwere Momente ereilen, weiß Ich, ich werde sie durchstehen wie ein gut gesichertes Haus hier im Sturm  und werde mit Unbill umgehen können. Und ich stärke mich im Alltag: so ist ein Friedhof für mich wie ein kleiner besonderer Garten  der mich stärkt, ich mag Friedhöfe so sehr.. und besuche sie gerne. Und sein Grab ist nun etwas besonderes:  ich weiß ja welche Blumen er so liebte  und so setzte ich nun nach bunten Zinnien  und leuchtend violettblauer Aster und gelber Fetthenne  noch eine schöne rostgelbe  Chrysanthemenpflanze  aufs Grab..  es ist nun  wunderbar bunt und voller Blattstrukturen, mit anderen sommerblumen  und vielen Kräutern,   ,das heidekraut vom letzten herbst wird sicher noch blühen  ,  alles wie er es liebte.

zum November werde ich den Grabhügel, der nun stark zusammengesunken ist,  einebnen lassen und dann mit eigenen Buchbaumstecklingen  umgrenzen, Das kommt dann aus Pflanzen die wir beide gemeinsam mal von unserem Friedhof mitnahmen, als dort ein Grab geräumt wurde,und wir den Friedhof beregelten,   und seit  30 Jahren ziehe ich sie..  für Feste..  Kränze..aber gebe davon nix an andere ab..nur für besondere kirchliche Anlässe ,   sie bedeuten mir sehr viel diese Pflanzen.

Ich möchte die alte traditionelle Weise ohne Steinkanten.. sicher für andere ungewohnt. aber das war immer unsere Denkweise..  den eigenen Weg gehen,

Und so verlief der Tag  nach Arztbesuch ,  anders  ich besuchte alten Landwirt ,Schwager, der gerne mit Hermann zusammen gearbeitet hat, es tat gut , diesen  Verwandten , der auch Trauer erlebt hat,   zu besuchen mit dem Enkel  und innehalten.. und klönschnack zu haben.

Der Weg alleine  zum Grab war wichtig und gut..danach wurde mir wieder leichter..   aber die letzten Tage hat mich doch noch einmal die Trauer um ihn eingeholt.. wie gut dass ich  Freunde  habe , die mir beistehen.

Aber mir ist nun auch klar  ich habe mich verändert in diesem Jahr  bin entschiedener.. und ich gehe nun einen anderen   Weg,  noch neu , nicht das Ende zu sehen  so wie bei dem neuen Titelbild meines Blogs   geheimnisvoll, denn   die Bäume haben viele Stürme erlebt und sich gegenseitig gestärkt,  und zugleich sehr  geschützt  vor rauhen Winden  Sturm.. so wie ein Küstenwald an der Ostsee  oder unseŕe beiden Waldstücke bei uns an der Nordsee deren Bäume nun weit sichtbar sind, vor vielen Jahren von Hermann angepflanzt.

Und ab nun wird das Thema Hermann und die Trauer um ihn nur noch in persönlichen Gesprächen ich  verarbeiten. Abe es war mir wichtig dieses JAHR hier im Blog zu verarbeiten und davon zu erzählen. Ich hoffe ich habe vielen von euch zeigen können, die Tage der  Trauer sind ein Teil unseres täglichen Lebens  und darin eingebunden..wer glaubte man kann mich ohne dem erleben , wer mich ohne die Trauer haben wollte,  der hat es nicht verstanden.. sie bleibt ein Teil in mir.   .Das Jahr  hat meine Denkweise, meine Schwerpunkte verändert..ich sehe Dinge als wichtig an, die andere nicht mal bemerken,  ich spüre anderes  ist viel wichtiger , als die oberflächliche Show der Eitelkeiten  :“  des   man gehört dazu, ist in besonderen Kreisen.“(.da habe ich zuviel schon an hohlheit und wirklicher trauriger Realität erlebt. bei sehr finanziell begüterten, die sich herausnehmen besonderes sein zu wollen und doch so wenig vom eigentlichen Reichtum wissen.) Besonders widert mich an, wenn man mit seinem  Besitz sich zur Schau stellt,  angibt was man sich leisten kann, was man mehr hat als andere..  und damit protzt, statt das Geld für sinnvolle Projekte wie Stiftungen  zu nutzen oder still humanitäre Hilfe leistet.

Die Mutter meines Mannes sagte in den letzten Stunden:  ihr könnt alls hebn.. — sie vermittelte uns wie sinnlos Vermögen und Besitz angesicht des Todes ist.

Besitz ist so unwichtig  so leer dann,  so oberflächlich , wenn es auch es helfen mag im Leben.. es gibt viel wertvolleres   nämlich die persönlichen Erlebnisse mit mitfühlenden Menschen,ohne glamour  ohne  schickimicki, dass Beistehen  das Aushalten, wenns dem anderen schlecht geht.

Ich mag den normalen Arbeitsalltag  und wie Menschen ihr Leben dann bewältigt haben  und  nicht was sie sich finanziell leisten können.

Der Ruhm ,der Reichtum.es ist zwielichtig  etliches ist  nur mit viel Unehrlichkeit  Rücksichtslosigkeit  unbilliger Härte und Egoismus erworben, um  so vermögend einflussreich geworden zu sein,

..Nur angesichts des Todes nützt es nichts.. dann ist alles unwichtig.    das letzte Hemd hat keine Taschen

. Ich bin froh dem Tod so persönlich ins Tngesicht geschaut zu haben.so erschreckend es auch war.und dabei  gewesen zu sein und wir ihn aber auch noch zurück schicken konnten:   miterlebt zu haben dass ein beherztes Helfen das Sterben  es auch hinaus zu zögern ist:  durch mein  Reanimieren gab es ein geschenktes Jahr ,  wenn es auch sehr eingeschränkt war aber wir haben so gut miteinander unsere Zeit  genutzt, in gutem uns geholfen, so wurde der bevorstehende Tod unser Begleiter den wir fürchteten aber  auch annahmen.

Hermann war es so wichtig zum Ende des Sommers zu erleben dass die Ernte eingebracht wird. Das beruhigte ihn sie auf den Wagen und  unter Dach zu wissen.

und nun wo unsere Ernte hier feststeckt , nicht weiter geht..das hätte Hermann umgetrieben  er wusste genau  davon leben wir   das täglich Brot   der Weizen, die Gerste,  und Roggen und Hafer,  und nun verregnen die Felder    ich hoffe unsere Bauern können bald nun noch dreschen  darum hat hermann gebangt..  und mir so beigebracht  wie wichtig eine gute Ernte ist  für alle .

Heute habe ich 4 Kürbisse geerntet..dazu Tomaten  für schöne suppen  als fond..

Und ich ernte nun auch im übertragenen Sinne  will meine Stärke anderen geben, die beladen sind. So mache ich nun meinen Weg.

Und wünsche euch ein gutes Jahr.

die stettin

eine etappe ist geschafft–

 

screenshots   von marine traffic   und webcam holtenauer schleuse..

 

in der holtenauer schleuse..  wo wir heute morgen selber waren  da freut man sich so mit!

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